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Planung & Montage
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Planung und Montage eines Zentralstaubsaugers


Installations-Schema Einfamilienhaus
Wie jede haustechnische Anlage, so erfordert auch der Einbau eines Zentral- Staubsaugers eine sorgfältige Planung, entweder bereits in der Anfangsphase der Planung auf dem Papier der Bauzeichnung oder - häufig besser weil anschaulicher - im Rohbau-Zustand des Gebäudes.

Die Planung auf dem Papier:


Die folgende Beschreibung klingt ein wenig simpel, hat sich aber in der täglichen Planungs-Praxis ganz hervorragend bewährt. Schneiden Sie sich ein Stück Band in der maßstabsgerechten Länge von rund 9 Meter zurecht, dies entspricht der üblichen Länge eines Saugschlauchs für Zentralstaubsauger (die gut 1,2 m des Saugrohrs mit Handgriff bleiben in beiden Fällen bei der Planung als Sicherheitsreserve bewusst unberücksichtigt); dieses Band stellt nun sozusagen Ihren virtuellen Saugschlauch dar mit dem Sie jetzt durch Ihr neues Haus gehen/saugen können.

Um die Frage vorab zu beantworten, warum ein Stück Band (oder Draht...) und kein Zirkel?


Nun, die Frage ist schnell beantwortet, mit einem Band können Sie wie mit einem echten Saugschlauch um die Ecken und um gedacht gestellte Möbel gehen - womit eben auch die Leitungswege für solche Umwege in der Planung mit berücksichtigt werden. Mit einem einfachen Zirkelschlag zur Ermittlung des Saugradius ist dies häufig schlicht zu ungenau und in der Praxis fehlen dann ein oder zwei Meter zum Saugen der hintersten Raumecke... ärgerlich!
Konkret halten Sie nun das eine Ende des Bands in die äußerste Ecke des zu saugenden Raums, legen es um die gedacht gestellten Möbel wie Tische, Sitzgruppen oder Betten herum, durch die Tür(en) hindurch und dort, wo sich alle Bänder auf diese Weise im Treppenhaus und/oder den Fluren treffen, dort genau gehören die Steckdosen dann hin - fertig!

Die Planung im Rohbau:


Die Planung im Rohbau-Zustand erfordert kein wesentlich anderes Vorgehen, außer dass die Ermittlung der besten Punkte für die Montage der Steckdosen meist etwas genauer ausfällt, aus oben genannten Gründen...
Schneiden Sie sich ein Stück Band (oder einen alten Gartenschlauch...) von gut 9 m Länge zurecht, legen Sie das eine Ende unter einen Mauerstein o.ä. in der äußersten Ecke des zu saugenden Raums, führen Sie es um gedacht gestellte Möbel herum und durch die vermutlich bereits bestehenden Türöffnungen hindurch bis zu dem Punkt im Treppenhaus bzw. Flur/en, wo sich möglichst viele Band-Enden treffen... dort gehören auch in diesem Fall die Steckdosen hin - fertig!

Die Montage der Rohrleitungen:


Bei der Montage der Rohrleitungen ist darauf zu achten, dass möglichst immer der kürzeste Weg von den Steckdosen zum Zentralgerät gewählt wird. Sollte sich eine verwinkelte Rohrverlegung nicht umgehen lassen, sind ausreichend Reinigungsöffnungen im Rohrnetz vorzusehen, um evtl. Verstopfungen zu beheben. Möglichst nur 45°-Winkel oder Abzweigungen verwenden, da Bauteile mit 90° (bzw. 87°) eher zu Verstopfungen neigen. Bei der Rohr-Verlegung ist darauf zu achten, dass alle Verbindungen sorgfältig ausgeführt werden, Klebe-Muffen sind sauber zu verkleben und bei Rohr- und Formstücken darauf achten, dass die Rohrenden gut entgratet und von innen nach außen hin etwas angeschrägt sind.

Am zweckmäßigsten ist es mit der Installation der Steckdose zu beginnen, die am weitesten von der Zentrale entfernt ist.
Der Anschluss zum Zentralgerät sollte mit einem kurzen Stück flexiblem Rohr (im Lieferumfang des Zentralgeräts enthalten) ausgeführt werden, dies sorgt für eine Schallentkopplung zum Rohrsystem und erleichtert den Anschluss, bzw. evtl. spätere Wartungen.
Bei Einfamilien-Häusern mit mehreren Geschossen ist es sinnvoll, die Steigeleitung im Bereich der übrigen Sanitärleitungen zu installieren. In den meisten Fällen kommt man in den oberen Geschossen mit einer, bzw. wenigen Steckdosen aus. Sollte man evtl. eine Ecke mit dem Saugschlauch nicht erreichen, ist es von der Kostenseite her ggfls. günstiger, eine Schlauchverlängerung zu verwenden, bevor mit zusätzlichem Aufwand eine weitere Staub-Steckdose installiert wird (gilt nicht für Installationen mit Schaltschläuchen, da diese nur bedingt verlängerbar sind!).


  • Regeln für die vertikale Verlegung:

    Die vertikale Verlegung der Rohrleitungen im Haus, auch Steigeleitung(en) genannt, sollte vorzugsweise in bereits vorhandenen Versorgungsschächten erfolgen!
    Befindet sich dieser Versorgungsschacht idealerweise auch noch einigermaßen zentral im Haus so genügt es in den meisten Fällen im OG- und DG-Bereich eine Steckdose in unmittelbarer Nähe des Versorgungsschachts zu installieren, womit eine (meist etwas aufwändigere) horizontale Verlegung im Boden (Estrich) entfällt.
  • Regeln für die horizontale Verlegung:

    Eine horizontale Verlegung/Verteilung der Saugleitungen ist (in EFH's üblicher Größe) meist nur im EG-Bereich erforderlich, da hier in aller Regel mehr als eine Steckdose installiert wird, z.B. eine Steckdose im Wohn-/Essbereich, eine Steckdose im Flur-/Treppenhaus-/Eingansbereich und eine Sockeleinkehrdose in der Küche.
    Sollte es aus technischen bzw. gglfs. optischen Gründen auch möglich sein die horizontalen Leitungen für das EG unter der Kellerdecke abzuhängen ist auch dies eine Lösung, die sich in der Praxis sehr bewährt hat, da hier der Verlegeaufwand in aller Regel am geringsten ist!
    Eine horizontale Verlegung ist meist auch für die Saug-Zuleitung zum Zentralstaubsauger-Gerät im Keller oder in einem Abstellraum erforderlich; die entweder bereits in der Fundament-/Bodenplatte erfolgen kann oder im Estrich, wenn der Estrichaufbau insgesamt >= 12cm beträgt.
    Bei Häusern ohne Unterkellerung kann die Rohrleitung auch, wie die übrigen Sanitärleitungen, unter dem Fundament bzw. in das Fundament verlegt werden.
      

Die Montage der Steckdosen:


Bei Festlegung der Staubsteckdosen-Anschlüsse ist zu berücksichtigen, dass Saugschlauch und Arbeitsrohr zusammen ungefähr 9 m lang sind und daher ein Aktionskreis von 18 m (Luftlinie) zur Verfügung steht (siehe oben, Planung...). Natürlich ist zu beachten, dass Möbel umgangen werden müssen oder der Saugschlauch auch mal durch eine Tür hindurch muss, so dass man nicht nur die Luftlinie kalkulieren kann.
Die Staub-Steckdosen werden mit einer Wandeinbaudose (Einputzdose) geliefert ähnlich wie es aus der Elektrotechnik für Lichtschalter und Schuko-Steckdosen bekannt ist. Diese Wandeinbaudose spart gleichzeitig den Raum aus, der später zur Aufnahme der Anschlussklemmen für die Steuerleitung erforderlich ist. Es ist darauf zu achten, dass das Rohranschlußstück mit der Wandeinbaudose soweit in die Wand eingesetzt und mit dem Rohranschlußstück in dem Rohr verklebt wird, dass die Oberfläche der Wandeinbaudose später mit dem Putz bündig abschließt. Beim Einsetzen der Wandeinbaudose ca. 10 cm Steuerkabel durch die hierfür vorgesehene Öffnung (Rückseite) in den Hohlraum der Wandeinbaudose schieben.
Unser Datenblatt mit den technischen Angaben und Bemaßungen zu den ELVACU Steckdosen können Sie sich hier im PDF-Format auf Ihren PC laden...

Die Montage des Zentralgeräts:


Die Staubsaug-Zentralgeräte werden mit einer Wandbefestigung geliefert mit der das Gerät an der Wand montiert wird, meist durch direktes Verschrauben der Geräte (mit Gummipuffern) an der Wand oder durch Einhängen in eine zuvor angebrachte Wandhalterung. Es ist darauf zu achten, dass oberhalb des Gerätes ausreichend Platz zum Einhängen bleibt und dass unter dem Zentralgerät genügend Bodenfreiheit ist, um den Staubauffangbehälter nach unten hin abnehmen zu können. Zur Montage des Zentralgeräts sollte ein möglichst entlegener Platz im Keller oder Haustechnikraum gewählt werden, um so wenig Geräusche wie möglich in die Wohnräume dringen zu lassen; die Zentralgeräte dürfen nach geltendem Recht meist nicht in Räumen aufgestellt werden, in denen das Hantieren mit Feuer verboten ist!
Nach erfolgtem Anschluss durch Einstecken des Schlauches in die Steckdosen prüfen, ob die Anlage ordnungsgemäß funktioniert. Handprobe am Schlauch vornehmen, ob starke Saugkraft vorhanden ist. Wenn nicht, Rohrleitungen auf Dichtigkeit prüfen.
  

Zu guter Letzt noch einige wichtige Punkte, die möglichst beachtet werden sollten:



  • Es sind generell so wenig Steckdosen wie möglich und soviel wie nötig vorzusehen; jede Steckdose, jeder zusätzliche Bogen bzw. jeder Meter Leitungsweg mehr kostet mehr Leistung und macht es damit ungünstigstenfalls erforderlich nur allein deshalb ein stärkeres - und damit teureres - Gerät verwenden zu müssen!
  • Nach Möglichkeit keine Steckdosen in Schlafräumen installieren, da das Rohrsystem - im Ruhezustand - grundsätzlich wie ein "Schiffs-Telefon" wirkt - das heißt es kann eine Geräuschübertragung von Raum zu Raum stattfinden, darum aus naheliegenden Diskretions-Gründen keine Steckdosen in Schlafräume... ;-)
  • Sämtliche Abzweige sind grundsätzlich in Strömungsrichtung, also immer in Richtung des Zentralgeräts, vorzunehmen - siehe nachstehende Skizze!

Abzweige niemals so vornehmen wie nachstehend abgebildet:

T-Stück Mehrfach-Abzweig Doppel T-Stück
  
Weiterführende Informationen:

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